Paulskirche

Schon 1840 hatte der Superintendent Dr. Heubner auf Veranlassung der Regierung die jahrelangen Verhandlungen zum Neubau der beiden Kirchen in Dietrichsdorf und Trajuhn eingeleitet, nachdem das 1705 von der Wittenberger Universität erbaute Dietrichsdorfer Kirchlein wegen Baufälligkeit 1835 abgerissen werden musste.

Damals dachte man daran, für die sechs Gemeinden Dietrichsdorf, Iserbegka, Zörnigall, Prühlitz, Hohendorf und Gallin eine Mutterkirche und ein Pfarrhaus in Prühlitz zu erbauen und die Kirche in Dietrichsdorf als Tochterkirche wiederherzustellen. Es wurde nichts daraus und verschiedenste Vorschläge wechselten bis 1859 die Kirchbauangelegenheiten ernster betrieben wurden. Schließlich entschied sich die Königlichen Regierung zu Merseburg unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse für Dietrichsdorf, weil die Gemeinde Iserbegka mit dem Anschluss an Elster drohte, wenn die Kirche nicht nach Dietrichsdorf käme, zumal die Schule sich in Dietrichsdorf befand.

Paulskirche Dietrichsdorf

Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 30. Juni 1863, dem Tag der Apostel Petrus und Paulus. So erhielt die Kirche den Namen Paulskirche. Die Peterskirche steht in Trajuhn. Beide Kirche sind nach demselben Bauplan des Landesbaurates von Ritter aus Merseburg, im Rundbogenstil erbaut. Das Kirchengebäude ist flach gedeckt und ein unverputzter Backsteinbau auf Bruchsteinsockel im neoromanischen Stil. Der Saal besteht aus einer eingezogenen halbrunden Apsis. Die Kosten beliefen sich auf 22.000 Mark je Kirche. Für Kirchtürme war anscheinend kein Geld mehr da. Man genügte sich mit sogenannten Dachreitern, in welche eine Glocke eingehängt wurde. Da sie sich beim Läuten zu schwach erwies, musste neben der Kirche ein Glockenstuhl errichtet werden. So ist es in Dietrichsdorf noch heute. Als Altarbild dient ein Epitaph für Frau Hetzer. Dargestellt wird die Szene Jesus im Garten Gethsemane.

Geschichte der Paulskirche

  • 1705 - Bau einer kleinen Holzkirche durch die Wittenberger Universität
  • 1835 - Abriss wegen Baufälligkeit Gottesdienste fanden in der Schule oder Gaststätte statt
  • 1863 - Grundsteinlegung für die Paulskirche
  • 1864 - Einweihung der Paulskirche mit 3-stündigen Festgottesdienst
  • 1864 - Einbau der in Wittenberg gegossenen Glocke
  • 1874 - Einbau der Orgel durch die Firma Geißler, Eilenburg
  • 1917 - die Glocke wird im 1. Weltkrieg eingeschmolzen Nutzung der Schulglocke, die Glocke der 1705 erbauten Kirche
  • 1962 - Elektrifizierung & Renovierung der Kirche mit den heutigen Farben und Läufer, Schaffung einer Winterkirche unter der Empore und Orgel
  • 1963 - Viele Pfarrer waren kamen und gingen in dieser Zeit, die Spuren hinterließen waren Pfarrer Schattenberg, Pastorin Starke und Pfarrer Schumann aus Marzahna. Pfarrer Schulze aus Elster hat sich für unsere Kirche maßgeblich eingesetzt und so bekamen wir Fördermittel für die Sanierung.
  • 1994 - Abtransport unseres Altarbildes in das Archiv der Stadtkirche
  • 1995 - Kopie des Kemberger Altarbildes als Ersatz erhalten, Einfassung und Aufstellen (durch Spenden finanziert)
  • 1997 - Beseitigung des Hausschwamms durch Erneuerung teilweise des Dachstuhls, bis verschiedener Balken und des Mauerwerks, Abriss des alten Schornsteines
  • 2000 - Eindeckung des Daches mit neuen Ziegeln, Anbringen von Blitzschutzanlagen, Erneuerung des Sandsteintürmchens, Verfugen der gesamten Kirche und Innenausmalung der Kirche
  • 2001 - Einweihung des rekonstruierten Glockenstuhls (durch Spende finanziert) – nach wie vor wird per Hand geläutet
  • 2003 - Einbau der neuen Eingangstür, Konzert für Restauration Altarbild
  • 2005 - Einbau neuer Fenster nach altem Vorbild, Reparatur der Bänke, Einbau einer Sitzheizung für die ersten vier Bänke, Ausmalung der Winterkirche
  • 2006 - Unser Taufbecken zur Taufausstellung im Magdeburger Dom inklusive Restauration Austausch der kaputten Sockelprofilsteine (durch Spenden mitfinanziert)
  • 2007 - neue Teppiche und Läufer sowie Sitzauflagen für 20 Bänke (durch Spenden finanziert),Einbau der Alarmanlage, Rückkehr unseres Altarbildes nach 14 Jahren (deren Restauration zu 90 % durch Spende finanziert wurde)
  • 2008 - Dokumentation von Fotos als Chronik in der Winterkirche über Baugeschehen, Konfirmationen/ Hochzeiten im Wandel der Zeit, 10 Jahre Hubertusmesse, verschiedene Pfarrer und diverse Konzerte u.ä. (durch Spende finanziert)
  • 2009 - Orgelmotor erneuert

Paulskirche heutzutage

Paulskirche Dietrichsdorf

Noch heute werden Konzerte organisiert, um die tolle Akustik unserer Kirche wirken zu lassen. Doch die Gäste-Resonanz außer bei dem Original Bolschoi Don Kosaken lässt zu wünschen übrig. Unsere Kirche ist im Laufe der Jahre zu einem Schmuckstück geworden und wird nicht zuletzt wegen seiner Größe gern für Taufen und Hochzeiten aller Art genutzt. Die Orgel ist nicht in Ordnung und kann zum Teil nicht genutzt werden. Dieses Problem soll genießt in den kommenden Jahren oberste Priorität.

Öffnungszeiten
Montag und Dienstag
Ruhetag
Mittwoch bis Freitag
11.00 Uhr - 14.00 Uhr
17.00 Uhr - 22.00 Uhr
Samstag
11.00 Uhr - 22.00 Uhr
Sonntag
11.00 Uhr - 15.00 Uhr
Termine
  • Dorffest19.08.2018
  • Whiskyverkostung21.09.2018
  • Tanzabend06.10.2018
  • Whiskyverkostung19.10.2018
Anfahrt

Schmidts Landgasthof

  • Dietrichsdorf 36
  • 06895 Zahna-Elster